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Wenn das Dach nicht dicht ist...

Dach undicht, Feuchtigkeit im Dachraum und andere Katastrophen...

Das Dach ist undicht in einem bestimmten Bereich

Symptome: Sobald es regnet, tropft es durch die Decke / das Dach.

Was tun? - Leckagen müssen aufgespürt und abgedichtet werden. Durchnässte Baustoffe (insbesondere die Dämmung) müssen ausgetauscht werden.
Bitte beachten Sie: Steildächer sind in den seltensten Fällen tatsächlich undicht. Entgegen der Überzeugung vieler Betroffener, kommt das Wasser nicht von außen sondern von innen - durch Konvektion. Lesen Sie daher bitte unbedingt unter "defekte Dampfbremse" weiter.

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Schlagregenundichtigkeit des Daches, es regnet rein

Symptome: Normalerweise ist das Dach dicht, doch sobald der Regen sich mit starkem Wind verbindet, regnet es rein.

Was genau passiert: Der Wind drückt den Regen unter die Dacheindeckung.

Was tun? - Es kann schon mal passieren, dass der Wind unter die Ziegel drückt, was jedoch bei einer an die Dachneigung angepasster Wahl des Dachdeckstoffes die Ausnahme sein sollte. Für solche Fälle verläuft bei modernen Häusern unter der Dachdeckung und der Lattung eine Unterspannbahn, die eindrungenes Wasser in die Regenrinne leitet. Diese muss gegebenenfalls nachgerüstet werden.

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Regenwasser staut sich hinter einem Eisblock

Symptome: Das ganze Jahr hält das Dach dicht. Nur nach starkem Schneefall tropft es ins Haus.

Was genau passiert: Die Dachfläche gibt Wärme aus dem Inneraum ab, die zumindest einen Teil der Schneedecke auf der Dachfläche anschmelzen lässt. Das Schmelzwasser rinnt in kleinen Mengen das Dach hinab bist zum Dachüberstand, der aufgrund der Tatsache, dass er kein beheiztes Volumen umschließt, eiskalt ist. Dort gefriert das Wasser wieder. Allmählich entsteht so ein mehr oder weniger großer Eishügel oberhalb der Traufe, der das nachkommende Wasser aufstaut. Kommt nun aufgrund eines Wetterumschwungs mehr Wasser nach als gefriert, entsteht praktisch ein "Stausee" vor dem Eisblock. Das Wasser sickert zwischen den Ziegeln hindurch.
Allgemein ist dies aber ein Problem, das wohl nur in besonderen Ausnahmefällen in Norddeutschland auftritt.

Was tun? - Dachüberstände kürzer planen, Dächer besser dämmen, damit der Schnee nicht mehr von unter her anschmilzt. Dächer räumen.

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Verletzung der Abdichtungsbahn eines Flachdaches

Symptome: Die Decke wird feucht bis tropfnass.

Was genau passiert: An irgendeiner Stelle auf der Dachfläche ist die Dichtungsbahn undicht. Es kann aber durchaus sein, dass das Wasser an einer ganz anderen Stelle durch die Decke dringt, da das Wasser unter der Dichtungsbahn dem Gefälle der Decke folgt.

Was tun? - Nur in besonderen Glücksfällen ist das Leck im Dach tatsächlich auszumachen und kann gepflickt werden. In allen anderen Fällen muss das ganze Dach neu abgedichtet werden.

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Tauwasserausfall / Kondenswasser / Schwitzwasser

Symptome: Im Winter werden die Dachschrägen feucht bis nass, im Sommer trocknen sie wieder größtenteils ab. Da sie jedoch nie ganz austrocknen, werden die Wände über die Jahre hinweg immer feuchter. Mit der Feuchte steigt der Wärmeenergiebedarf des Hauses.

Was genau passiert: Auch wenn es vielleicht schwer vorstellbar ist: Dächer sind nicht dicht. Wasserdampf diffundiert ständig durch sie hindurch. Die Richtung dieser Bewegung ist abhängig von dem Temperaturgefälle und der Differenz zwischen der relativen Luftfeuchte innen und außen. Dächer sind keine homogenen Bauteile. Sie bestehen aus mehreren Schichten, die in sich auch nicht homogen sein müssen (z.B Sparren und Dämmung in einer Ebene). Anordnung, Dicke und Qualität sind variabel und haben erhebliche Auswirkungen auf das Raumklima und die Funktionalität der Konstruktion. Es gibt fast endlos viele Möglichkeiten.

Nun kann es bei manchen Konstruktion passieren, dass der Wasserdampf auf seinem Weg durch das Dach an einer oder mehreren Stellen oder sogar in einem ganzen Bereich so weit abkühlt, dass er zumindest teilweise kondensiert. Solange dieser Tauwasserausfall gewisse Grenzwerte nicht überschreitet und während des Sommers wieder komplett verdunstet, ist dies vielleicht tolerabel (Schimmelpilze können sich dennoch ansiedeln!).
Eigentlich sollte es zu keinem derartig starken Tauwasserausfall wie oben beschrieben kommen, da die Tauwasserbildung für jede beliebige Konstruktion vorab nach DIN 4108-3 berechenbar ist. Es ist theoretisch also eine rein planerische Aufgabe übermäßigen Tauwasserausfall zu verhindern.

Was tun? - Planung und Ausführung prüfen und gegenbenenfalls anpassen. Mängel an der luftdichten Ebene ausschließen. Mehr dazu unter "Defekte Dampfbremse / Die Dampfsperre hat ein Loch".

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Defekte Dampfbremse / Die Dampfsperre hat ein Loch

Symptome: Die Dampfbremse verläuft gewöhnlich direkt hinter der Innenraumverkleidung. In den Bereichen, in denen die Dampfbremse undicht ist, entstehen Wärmebrücken. Diese Stellen sind im Winter deutlich kälter, als der Rest der Dachschräge, was sich durch Kondenswasserbildung und eventuell Schimmel auf der Verkleidung bemerkbar macht.

Was genau passiert: Wenn ein Loch in der Dampfbremse ist, entweicht durch dieses Leck nicht nur sehr viel Wärme, sondern auch in der Raumluft befindliche Feuchtigkeit. Dieser diffundiert durch die Wärmedämmung, welche im Dach zumeist aus saugfähigen Materialien wie Glaswolle besteht. Spätestens auf der Außenseite der Wärmedämmschicht kommt es dann bei kalten Temperaturen zum Tauwasserausfall, da kalte Luft weniger Feuchtigkeit tragen kann als warme. Berührt die Unterspannbahn, die das Haus vor Schlagregen schützen soll, die Dämmebene, so durchnässt das daran haftende Kondenswasser die Dämmung.
In Zahlen gesprochen: pro Normwintertag dringen durch eine 1mm breite und 1m lange Fuge in der Dampfbremse 800g Feuchtigkeit durch Konvektion (Wärmemitführung durch Luftbewegung) in die Konstruktion ein. Ohne Fuge wären es nur 0,5g pro Tag.

Im Sommer wirkt ein Wärmestrom in die entgegengesetzte Richtung. So kann die Wärmedämmung nicht zum Hitzeschutz beitragen.

Was tun? - Mittels Luftdichtheits­messung (auch BlowerDoor-Test oder BlowerDoor-Messung genannt) Leckagen in der luftdichten Ebene aufspüren und abdichten. Kleine Löcher in der Dampfbremse können mit geeignetem Material gepflickt werden. Bei großflächigen Schäden oder unzähligen kleinen Lecks hilft nur eine neue Dampf­bremse. So kann weitestgehend ausgeschlossen werden, dass warme, feuchte Luft aus der Wohnnutzung in die Konstruktion eindringt.

Mehr über die Vorteile einer Luftdichtheitsmessung erfahren Sie in unseren Archiv im Artikel "Zugluft durch Steckdosen" oder auf der Website der Sachverständigen Kraemer.

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Konstruktiven Fehler: Unzureichende Wärmedämmung, Wärmebrücken oder Zugluft

Symptome: Bestimmte Zonen im Raum fühlen sich besonders während der Winterzeit ständig kalt und klamm an. Es "zieht". Besonders häufig sind dies die Kanten, wo Giebelwand und Dachschräge zusammentreffen oder die Abseitenwände.

Was genau passiert: Sogenannte Wärmebrücken sind Bauteile bzw. Bauteilabschnitte, durch die besonders viel Wärme nach außen gelangt. Die oben erwähnte Kante zwischen Giebelwand und Dachschräge wird beim Dämmen des Hauses besonders gerne "vergessen". Oftmals wird der Sparren direkt hinter die Giebelwand gesetzt. Im Grunde ein Fall von nachlässiger Planung´, denn dem Handwerker ist es so praktisch unmöglich Dämmung in diesen schmalen Hohlraum zu bringen, ohne sich die Hände schmerzlich zu verletzen und ohne die Dämmung zu sehr zu quetschen (auch dies setzt die Dämmfähigkeit herab!). Der Wärme hingegen reicht jeder noch so kleine Schlitz, um nach außen zu entweichen. Wenn es draußen stürmt und dabei innen an Giebelwand die Bilder wackeln, so ist dies ein klares Indiz dafür, dass dieser Fehler bei Ihrem Bau gemacht wurde.
Ebenso gerne wird die korrekte Dämmung der Abseitenwände übergangen. Wenn in der Ausschreibung nicht explizit festgesetzt wurde, welches Gewerk für die Dämmung dieses Bereiches zuständig ist, geht höchstwahrscheinlich sowohl der Maurer als auch der Dachdecker davon aus, dass diese Aufgabe dem jeweils anderen zugeschrieben wurde. Diesen Bereich im Nachhinein zu dämmen ist oft ganz besonders mühsam.

Was tun? - Die Dämmung muss nachgerüstet werden.

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Feuchte Baustoffe wurden eingebaut (fatal: feuchte Dämmung )

Symptome: Rinnsäle auf der Dampfsbremse, später verminderte Dämmwirkung, Wärmebrücken, gegebenenfalls Schimmel.

Feuchte Dämmung - verminderte Dämmwirkung und SchimmelgefahrWas genau passiert: Die wenigsten Baustoffe sind bei ihrem Einbau tatsächlich trocken. So ist beispielsweise die Verarbeitung von Mörtel oder Gips, ohne dabei Feuchtigkeit in das Bauwerk zu tragen, offensichtlicherweise unmöglich. Aber auch Holz ist bei seinem Einbau feuchter, als es in seinem späteren Gebrauchtzustand sein sollte. Trockenes Schnittholz hat immerhin noch eine Holzfeuchte von bis zu 20 Masse-%, die mittlere Gleichgewichtsfeuchte von Holz im Gebrauchtzuestand in allseits geschlossenen, beheizten Bauwerken beträgt dagegen nur ca. 9%. Bei der Trocknung des Holzes um 1% wird ca. 100g Wasser pro m² frei.
Solange die Feuchtigkeit die Möglichkeit hat, zu entweichen, hat dies keine Bauschäden zufolge. (ACHTUNG: Moderne Gebäude sind aus Gründen des Wärmeschutzes besonders dicht. Deshalb muss in Neubauten in den zwei bis drei Jahren besonders viel gelüftet werden!)

Verheerende Folgen hat es, wenn Baustoffe tatsächlich nass eingebracht werden.
Das Prinzip einer funktionierenden (Dach-)Konstruktion basiert darauf, dass man von innen so wenig Feuchtigkeit wie möglich in die Konstruktion eindringen lässt. Nach außen hingegen sollte die Dachhaut so diffusionsoffen wie möglich sein, um dennoch eingedrungenen Wasserdampf (oder auch Einbaufeuchte) weitgehend ungehindert entweichen zu lassen. Solange die einzelnen Bauteilschichten trocken sind, diffundiert der Wasserdampf in Richtung des Wasserdampfteildruckgefälles per Luftströmung durch die Poren (je größer die Wasserdampfteildruckdifferenz, desto besser geht das), ist jedoch eine Bauteilschicht tatsächlich nass, hält diese dicht - durch eine geschlossene Wasserschicht kann kein Dampf diffundieren. Demnach staut sich der nachströmende Wasserdampf hinter der nassen Schicht und durchfeuchtet sie noch mehr.

Was tun? - Niemals nasse Baustoffe - das gilt besonders für saugfähige Dämmstoffe - einbauen. Nach dem Einbau der (trockenen) Dämmung sofort - nicht erst Wochen später - Dampfbremse einbauen. Andernfalls wird die Dämmung durch die im Haus vorhandene Luftfeuchtigkeit durchnässt, da diese durch die Luftbewegung durch das Dach nach außen gedrückt wird, jedoch nicht so schnell durch die Unterspannbahn entweichen kann, wie sie nachtströmt.
Davon abgesehen wurden inzwischen bereits Unterspannbahnen entwickelt, die den Feuchtetransport nach außen aktiv unterstützen.

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Weitere kritische Punkte, die noch folgen sollen

  • Nicht funktionierende Querlüftung im Kaltdach
  • Schwammbefall
  • Beschädigte Regenrinnen und Fallrohre
  • Kondenswasserbildung an Dachflächenfenstern

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Zum Weiterlesen: Schimmel im Dach

Noch mehr Informationen über Feuchtigkeit und Schimmel im Dachraum gibt es sehr bildhaft dargestellt auf der Internetseite schimmelbutze.de